Dein LinkedIn-Foto wird meist als Kreis gesehen — und als kleiner
LinkedIn beschneidet dein Profilbild zu einem Kreis und zeigt es auf genau einem Bildschirm groß: auf deinem eigenen Profil. Überall sonst — im Feed, in der Suche, unter Kommentaren, bei Kontaktanfragen, im Postfach der Recruiterin — sind es ein paar Dutzend Pixel. Was in dieser Größe übrig bleibt, ist dein Profilbild. Die Form deines Gesichts, der Kontrast zwischen dir und dem Hintergrund und ungefähr, was du trägst: das überlebt. Feine Details nicht.
Also groß hochladen und quadratisch zuschneiden. LinkedIn verlangt mindestens 400 × 400 Pixel und akzeptiert deutlich mehr; jedes PoseLab-Paket liefert weit darüber (1024 × 1536, in Premium 1280 × 1920). Du kannst also auf ein Quadrat zuschneiden, ohne dass etwas weich wird. Halte deine Augen etwa im oberen Drittel des Bildes — die runde Maske frisst die Ecken, und ein zu tief sitzendes Gesicht verliert das Kinn an den Zuschnitt.
Kontrast zum Hintergrund macht ein Vorschaubild lesbar
Das häufigste Problem bei LinkedIn-Fotos ist nicht die Qualität, sondern dass Gesicht und Hintergrund gleich hell sind. Dunkle Haare vor einem dunklen Raum, helle Haut vor einer weißen Wand, ein unruhiges Büro hinter beidem. In voller Größe sieht das gut aus. Bei 48 Pixeln wird ein Fleck daraus — und diesen Fleck sehen die meisten.
Wähle einen Stil, dessen Hintergrund die Trennung für dich übernimmt. Friendly stellt dich vor einen hellen cremeweißen Hintergrund, was bei dunklen Haaren am besten lesbar ist. Die mittelgraue Wand von Corporate übernimmt dieselbe Aufgabe bei hellen Haaren. Für die Kleidung gilt dasselbe: feine Streifen, Karos und kleine Muster zerfallen in Miniaturgröße, einfarbige Stoffe behalten ihre Form bis ganz nach unten.
Wann du es wechseln solltest — und was du mitwechselst
Tausch dein Foto, wenn du ihm nicht mehr ähnlich siehst, nicht nach Kalender. Eine neue Brille, ein Bart, den du behalten oder abgenommen hast, deutlich andere Haarlänge oder -farbe, oder ein Wechsel in ein Umfeld, in dem das alte Foto falsch klingt. Beim Gespräch oder auf der Konferenz wiedererkannt zu werden, ist mehr wert, als aktuell zu sein.
Und wenn du wechselst, dann in derselben Woche überall: LinkedIn, XING, dein E-Mail-Avatar, Slack, die Teamseite deines Unternehmens, jedes Speaker- oder Konferenzprofil. Ein Gesicht, das an jeder Stelle gleich aussieht, an der jemand nach dir sucht, merkt man sich deutlich leichter als fünf verschiedene. Das ist zugleich das Argument für eine Galerie statt eines Einzelbilds: Du nutzt ein Foto überall dort, wo es zählt, und behältst die Alternativen für die Stellen, die etwas anderes verlangen.





